Kinderrechte-Podcast
In unserem Kinderrechte Podcast haben Schülerinnen und Schüler aus den dritten und vierten Jahrgängen ihre Stimmen erhoben, um über ein wichtiges Thema zu sprechen: die Rechte von Kindern. In spannenden Episoden teilen die Kinder ihre Gedanken, Erfahrungen und Ideen zu den verschiedenen Aspekten der Kinderrechte.
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Kinderrechte Podcast - Vorwort
Transkript: Kinderrechte, Podcast, Podcast! Kinderrechte, Podcast, Podcast! Auf die Ohren, fertig, los! Jedes Kind hat Rechte, das weiß doch jedes Kind und bestimmt auch jeder Erwachsene. Oder etwa doch nicht? Mein Name ist Miriam Stude. Ich bin als Demokratie- und Antigewalt-Trainerin viel in Schulen unterwegs und arbeite mit Kindern und mit Jugendgruppen. Und ich will wissen, was die Kinder beschäftigt, was sie so denken und wie sie die Dinge sehen. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Mut tut gut, gemeinsam für Demokratie 2022-23" des Stadtteilkulturzentrums Lister-Turm hatte ich die Möglichkeit, mit Kindern der Grundschule Brüder Grimm ein Podcastprojekt zu Kinderrechten durchzuführen. Mit dem Projekt "Auf die Ohren, fertig, los! Kinderrechte-Podcasts von Kindern für Kinder und für Erwachsene" habe ich mich über einen Zeitraum von sechs Monaten wöchentlich mit zwölf Schülerinnen und Schülern der Brüder-Grimm-Grundschule in Hannover getroffen. Einen herzlichen Dank an dieser Stelle an die Schule und an den Ganztag und an den Lister-Turm für das Zustandekommen dieses Projekts. Und natürlich ein ganz großes Dankeschön an die Kinder, die jede Woche wieder da waren und jede Woche neugierig sich mit den Themen auseinandergesetzt haben. Nele Brodtmann, Lehrerin an der Brüder-Grimm-Schule, und ich, durften diese Kinder der dritten und vierten Jahrgänge bei ihrer Beschäftigung mit dem Thema Kinderrechte begleiten. Von ersten Annahmen der Kinder, was wohl alles ein Kinderrecht sei, über Schwerpunktsetzung, Themenauswahl und eigenen Recherchen sind im Laufe der AG etliche Beiträge zum Thema Kinderrechte entstanden. Die Kinder haben recherchiert, getextet, ihre Texte eingesprochen, sie haben ein Intro und Zwischenmusik komponiert, die Kinder haben über Themen philosophiert, sich interviewt, die Köpfe haben geraucht und es wurde laut diskutiert. Über das, was gut ist und was besser werden soll. Zu guter Letzt ist sogar ein Freestyle-Kinderrechte-Rap entstanden. Und jetzt aber auf die Ohren, fertig, los! Zehn Podcast-Folgen sind entstanden. Zu den Themen Bildung, Beteiligung und Mitbestimmung, Kinderschutz, Freizeit, Gewalt, Streit, Mobbing, Cybermobbing. Seid gespannt und schaltet ein. Viel Spaß!
Folge 1
Bildung, Kinderrechte-Podcast
Transkript: Kinderrechte-Podcast, Podcast, Kinderrechte-Podcast, Podcast, Kinderrechte-Podcast, Podcast. Auf die Ohren, fertig, los! Ein Kinderrechte-Podcast von Kindern für Kinder und für Erwachsene. Mein Name ist Miriam Stude, ich bin Antigewalt- und Demokratietrainerin und ich bin verantwortlich für die Umsetzung und Durchführung dieses Podcasts. Und nun lassen wir die Kinder der Brüder-Grimm-Grundschule ans Mikro und sind gespannt, was sie uns heute über Kinderrechte zu erzählen haben. Seid gespannt auf eine neue Folge. Ohren auf und los geht's! Was bedeutet das Kinderrecht? Was bedeutet das Kinderrecht? Recht auf Bildung. Das Kinderrecht auf Bildung besagt, dass jedes Kind die Möglichkeit haben muss, eine Schule zu besuchen. Der Besuch der Schule darf nichts kosten, und die Kinder müssen dort gut behandelt werden. Jedes Kind muss die Möglichkeit haben, zur Schule zu gehen. In Deutschland gibt es sogar die Schulpflicht. Doch die meisten Kinder auf unserer Schule sagen, Schule wäre doof, weil sie keine Lust auf Schule haben und Schule nicht schätzen können. Das stimmt aber nicht. Andere Kinder in anderen Ländern brauchen Tage, um zur Schule zu gehen, weil ihre Eltern nicht so viel Geld verdienen und sie so weit weg von der Schule wohnen. Manche Kinder müssen auch heute noch für die Familie arbeiten und würden viel lieber zur Schule gehen. In dem Film Die gefährlichsten Schulwege der Welt wird gezeigt, wie weit andere Kinder laufen müssen. Da mussten Kinder durch die Wildnis gehen, wo auch gefährliche Tiere sind. Manche Kinder mussten allein gehen und brauchten mehrere Tage zur Schule. Das verstehen viele Kinder hier aber nicht. Probleme in anderen Ländern In anderen Ländern, wenn die Eltern den Kindern nicht erlauben, zur Schule zu gehen, muss dann sogar die Polizei kommen. Und dann müssen die Eltern manchmal ins Gefängnis. In manchen Ländern dürfen Mädchen nicht zur Schule gehen. So ein Land ist Afghanistan. Dort dürfen Mädchen nur bis zur sechsten Klasse in die Schule gehen. Dadurch sind die Mädchen sehr verzweifelt. Sie wollen Englisch lernen, um dann ins Ausland zu gehen, dort zu studieren und dann später wieder nach Afghanistan zu kommen, um dem Land zu helfen. Mädchen wollen Ärzte werden, deshalb gehen sie verbotenerweise in geheime Schulen. Lehrerinnen unterrichten dort heimlich bis zu 50 Kindern gleichzeitig, die alle unterschiedlich alt sind. Die UNESCO Über 200 Millionen Kinder und Jugendliche dürfen weltweit nicht zur Schule gehen, sagt die UNESCO. Aber wer ist die UNESCO? Die UNESCO ist eine Sonderorganisation von vielen Ländern und kümmert sich darum, dass Schule und Bildung, Wissenschaft und Kultur wie Musik und Kunst gefördert werden, um Frieden zu schaffen. Warum ist es wichtig, dass man zur Schule geht? Warum ist es wichtig, dass man zur Schule geht? Damit man lesen und schreiben lernt, damit man Mathe versteht, damit man später studieren und arbeiten kann, Damit man später eine Karriere machen kann, damit man alles verstehen kann, was gerade im eigenen Land oder in anderen Ländern passiert, zum Beispiel Krieg, Unfälle, Politik, Klimawandel, steigende Preise, wie zum Beispiel beim Strom, Wasser und Lebensmittel. Kinder haben ein Recht auf Schule und Bildung. Für jedes Kind gibt es aber die Schulpflicht. Wenn Eltern ihre Kinder nicht zur Schule bringen, muss sogar die Polizei kommen. Es gibt einen Tag im Jahr, der heißt der Weltkindertag. An diesem Tag dürfen sie mit Kreide ihre Rechte auf die Straßen malen. Manche Eltern haben nicht genug Geld, um ihre Kinder in die Schule zu bringen. Aber in sehr vielen Schulen in Deutschland müssen die Eltern nicht dafür bezahlen, dass ihre Kinder dort zur Schule gehen dürfen. Es muss aber Schulen geben, wo Kinder lernen dürfen, ohne dass ihre Eltern Geld bezahlen müssen. Interview ,,Interviews", ,,Dass die Kinder lernen, auch Interview! Dass die Kinder lernen, auch lesen, schreiben, rechnen für die Zukunft, wenn sie größer und größer werden. Für die Berufe sind ja alle Fächer dabei, deswegen ist es wichtig, dass Kinder zur Schule gehen. Was ist für dich wichtig für die Bildung? Eigentlich gibt es Schulpflicht und es muss ein, ja es ist Schulpflicht und für später zu der Abitur und ja. Für die Zukunft oder wie? Ja, dass man auch arbeiten kann und Geld verdienen. Okay. Geschichte von der gruseligen Schule Kinder, Gedanken! Ich freue mich, dass du für uns eine Geschichte geschrieben hast, die wir den anderen heute erzählen wollen. Es ist die Geschichte von der gruseligen Schule. Ich fange schon mal an. Von Celil und Sirac. Die gruselige Schule. Celil und Brüder Grimm Schule. Am Freitag seht Celil und Sirac sagte Hallo. Morgens um 1.52 gehen wir raus. Das sind wir, Siraj und ich, Silil. Es war morgens ein Uhr zweiundfünfzig. Siraj-Uhr hatte geklingelt. Und dann haben sich Siraj und Silil getroffen. Danach haben die beiden draußen Fangen gespielt. Siraj hatte eine gruselige Schule gesehen. Sirac hat eine gruselige Schule gesehen. Siraj fragt, was ist das für eine Schule? Da sind ja Vampire, Zombies und Skelette. Die Lehrerinnen und Lehrer waren allerdings normale Menschen. Das war komisch. Das war komisch. Die Lehrerinnen und Lehrer hatten auch Angst. Sirac fand es komisch, dass die Lehrer normal waren. Das hat ihn richtig erschreckt. Der Zaun der Schule ist gebrochen, weil sich ein kleiner Zombie dagegen gelehnt hat. Eigentlich wollte der nur schlafen, aber er war zu schwer und der Zaun brach weg und war kaputt. Daraufhin wurden die Zombies neugierig und liefen durch das Loch im Zaun. Sie wollten den Menschen helfen und lieb sein. Ein Zombie wollte schon immer mal mit dem Bus fahren, ein anderer wollte ein Pilot sein und mal fliegen wie ein Vogel. Eine Zombiefrau wollte schon immer mal mit einem Feuerwehrauto fahren und einen Brand löschen. Zombikind wollte gerne zur Polizei und dort mit Blaulicht durch die Straßen düsen. Zombie Baby wollte schon immer mal schlafen und Schokolade probieren. Aber das wollte Zombie Mama nicht, weil das für Zombie Babys Zähne nicht so gut ist. Zombiebaby mag Zähneputzen nämlich nicht. Siraj und Celil finden das alles sehr komisch. Siraj und Celil finden das alles sehr komisch. Sowas haben sie noch nie gesehen. Schnell laufen sie nach Hause und kriechen in ihre warmen Betten. Wenn sie diese Geschichte erzählen, glaubt ihnen das ja eh keiner, auch niemand von Ihrer Schule. Abschluss Ihr lieben Zuhörerinnen und Zuhörer da draußen, das war es für heute. Wir hoffen, dass ihr viele gute Impulse und Gedanken bekommen habt. Und falls ihr Fragen oder Anmerkungen habt, dann schreibt uns doch einfach unter info at klar minus verstehen.de, f a i r stehen. Bis zum nächsten Mal. Bitte schaltet auch bei der nächsten Folge ein. Podcast, Podcast, Kinderrechte, Podcast, Podcast, Kinderrechte, Podcast, Podcast.
Folge 2
Interview mit unserem Schulleiter
Transkript: Kinderrechte-Podcast, Podcast, Kinderrechte-Podcast, Podcast, Kinderrechte-Podcast, Podcast. Auf die Ohren, fertig, los! Ein Kinderrechte-Podcast von Kindern für Kinder und für Erwachsene. Mein Name ist Miriam Stude, ich bin Antigewalt- und Demokratietrainerin und ich bin verantwortlich für die Umsetzung und Durchführung dieses Podcasts. Und nun lassen wir die Kinder der Brüder-Grimm-Grundschule ans Mikro und sind gespannt, was sie uns heute über Kinderrechte zu erzählen haben. Seid gespannt auf eine neue Folge. Ohren auf und los geht's! Interview Warum arbeiten Sie in einer Schule? Guten Morgen, liebe Charlotte, guten Morgen, liebe Anna. Schön, euch hier zu sehen. Ihr fragt mich, warum ich an einer Schule arbeite. Das erzähle ich euch natürlich sehr, sehr gerne. Ich habe mal ganz, ganz früher Erzieher gelernt und mit Kindern im Kindergarten und im Kinderheim gearbeitet. Und dann habe ich irgendwann gedacht, ich habe noch mal richtig Lust zu lernen und zu studieren. Dann habe ich Lehramt studiert, habe eine eigene Klasse gehabt und dann habe ich ganz lange andere Lehrerinnen und Lehrer fortgebildet, auch hier in Hannover, und ganz viele Grundschulen hier kennengelernt und gedacht, was sind hier alles für nette Lehrkräfte in den Schulen. Und dann hatte ich irgendwann Lust und habe gedacht, ich hätte gerne ein eigenes Kollegium und will die nicht nur immer mal besuchen und dann wieder gehen. Und deshalb habe ich mich dann beworben als Schulleiter dieser Schule und habe mich gefreut, dass ich endlich ein eigenes Team habe. Und euch Kinder habe ich sozusagen dazugewonnen und habe mich richtig über euch gefreut. Warum arbeiten Sie gerne mit Kindern? Ich arbeite total gerne mit Kindern, weil ich finde, wenn man Kindern was beibringen kann und dann zugucken kann, wie die immer klüger werden und wie die Sachen gemeinsam umsetzen, dann ist es total schön. Und meistens ist es so, wenn man ganz wertschätzend und freundlich mit Kindern umgeht, dann kriegt man das auch wieder. Das merke ich jeden Morgen, wenn ich die Schule aufmache und draußen stehe. Ihr wisst ja, ich bin immer draußen morgens und dann werde ich immer so, so freundlich begrüßt, dann beginnt mein Tag schon total schön. Und deshalb arbeite ich gerne mit Kindern, weil ich glaube, man kriegt da viel wieder, wenn man auch mit ihnen freundlich umgeht. Wie gefällt es Ihnen, mit Kindern zusammenzuarbeiten? Genau das, was ich gerade gesagt habe. Also das gemeinsame Lernen finde ich ganz, ganz wichtig, dass wir gemeinsam gucken, wie könnt ihr so selbstständig wie möglich lernen und wie geht das so Schrittchen für Schrittchen, dass man die Kompetenzen hat, um das zu können, euch dabei zuzugucken und aber auch von euch zu lernen und mit euch regelmäßig im Gespräch zu sein und zu gucken, wie geht es euch an unserer Schule, was kann man verbessern und wofür braucht ihr manchmal auch meine Hilfe. Manchmal kommen ja auch Kinder und sagen, euch wird ganz schlimm geärgert oder so, kannst du mir helfen? Und dann ist es auch wichtig, dass wir gemeinsam Gespräche führen und ich ihnen helfe. Sind Ihnen Kinderrechte wichtig und wenn ja, warum? Mir ist ganz, ganz wichtig, dass wir Kinderrechte haben in Deutschland. 166 Staaten haben die Behindertenrechtskonvention unterschrieben, das sind lange, lange, lange noch nicht alle Staaten auf der Welt. Und mir ist ganz besonders wichtig zu gucken, dass Kinder eben das Recht haben, frei aufzuwachsen, das Recht haben, in die Schule zu gehen, also das Recht auf Bildung haben, aber auch eben das Recht haben, beschützt zu werden vor Gewalt von anderen, und auch, dass alle Kinder, die Behinderung haben, das gleiche Recht haben auf Bildung, wie alle Kinder, die keine Behinderung haben. Das finde ich ganz, ganz wichtig. Welches Kinderrecht ist Ihnen am wichtigsten? Ich glaube tatsächlich das Recht auf Bildung, weil es ganz, wenn es viele Länder gibt, wo das nicht so ist. Und wenn du zum Beispiel aus einer Familie kommen würdest, die ganz arm ist und deine Eltern sagen würden, ich brauche dich eigentlich hier zu Hause, du sollst mit auf dem Feld arbeiten oder du sollst für mich etwas arbeiten, damit wir mehr Geld in der Familie haben, dann könntest du nicht zur Schule gehen. Und wenn du nicht zur Schule gehen darfst, dann hast du überhaupt keine Chance in deinem Leben, irgendwie weiterzukommen und einen tollen Beruf zu lernen, den du dir wünschst, sondern bleibst immer da, wo deine Eltern dich hingestellt haben und hast keine Chance, etwas anderes zu machen. Und deshalb finde ich das Recht auf Bildung so wichtig. Wenn wir das nicht hätten, dann wäre das ja so, mein Papa zum Beispiel war Lkw-Fahrer und hat einen grossen Tankwagen gefahren. Und wenn das bei uns so wäre, dass er hätte gesagt, du musst jetzt auch Tankwagen fahren, du brauchst nicht lange zur Schule gehen, dafür reicht ein Führerschein, dann hätte ich niemals Schulleiter werden können. Und das wäre doch sehr schade gewesen. Ja. Was denken Sie darüber, dass es in manchen Ländern keine Kinderrechte gibt? Das finde ich ganz, ganz schlimm, weil dann ist auch niemand verpflichtet, auf die Kinder aufzupassen. Niemand ist verpflichtet, eine Schule zu bauen. Niemand ist dazu verpflichtet, ein Kinderkrankenhaus zu bauen oder ein Jugendamt zu haben, das dafür sorgt, dass Kinder eben keine Gewalterfahrungen erlegen. Also wenn es ein Land gibt, das keine Kinderrechte hat, dann können die Erwachsenen mit den Kindern im Grunde anstellen, was sie wollen, und niemand bestraft sie dafür und niemand beschützt die Kinder. Was können wir Ihrer Meinung nach noch tun, dass sich alle Kinder in ihrer Schule wohlfühlen und zur Schule kommen? Ich glaube tatsächlich, das sollten wir die Kinder fragen. Ich finde euren Podcast ja auch richtig, richtig gut. Ich glaube, das sollten wir tatsächlich viele Kinder aus unserer Schule fragen, was wir alle gemeinsam tun können, damit wir uns noch mehr wohlfühlen. Und ich habe überlegt, wir haben lange, lange den Schülerrat nicht mehr tagen lassen, weil unsere Schulsozialarbeiterin ja selber ein Baby bekommen hat, die den Schülerrat geleitet hat. Und deshalb hat er jetzt lange nicht gedacht, jetzt haben wir eine neue Schulsozialarbeiterin bekommen. Und das habe ich mir fest vorgenommen, dass sobald sie sich eingearbeitet hat, ich sie bitte, den Schülerrat wieder aufleben zu lassen. Und ich glaube, das ist gut, weil dann da hat er viel, viel mehr Mitbestimmung. Und ich glaube, wenn Kinder mitbestimmen, ist es immer eine bessere Schule. Wissen Sie, wer kontrolliert, ob alle Kinderrechte eingehalten werden? Ich habe euch ja erzählt, 166 Länder haben die Behindertenrechtskonvention unterschrieben. Bei uns haben wir das im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterschrieben. Das heisst, damals war die letzte Franziska Giffey, die dort die zuständige Ministerin war. Und die musste natürlich gucken, dass alle staatlichen Stellen, also auch Schulen und Jugendämter und alle Behörden darauf achten, dass die Kinderrechte eingehalten werden. Deshalb ist es ganz, ganz wichtig, wenn man in der Schule ist, dass ich zum Beispiel darauf gucke, dass jedes Kind hier das Recht auf Bildung hat. Würde jetzt hier jemand sagen, da hat ein Kind, ist ein Kind, das nicht ganz so schnell lernen kann, dann bin ich derjenige, der aber sagen muss, es hat aber das gleiche Recht auf Bildung wie alle anderen Kinder auch und deshalb bekommt dieses Kind auch nochmal zusätzliche Förderung. Ja, da muss ich dann hingucken und alle Lehrerinnen und Lehrer müssen da hingucken. Und wenn ein Kind hierher kommt und sagt, mir geht es ganz, ganz schlecht, ich werde immer verhauen, dann muss zum Beispiel das Jugendamt da hingucken und sagen, was passiert denn da eigentlich. Was könnte man machen, damit es den Kindern an unserer Schule, denen es nicht so gut geht, besser geht? Ich glaube, dass wir schon ganz viel machen. Ich glaube, alle Lehrerinnen und Lehrer und ich machen ganz viel. Unser Schulsozialarbeiter Herr Schulz macht ganz, ganz viel. Und ich habe neulich einen ganz schönen Unterricht an unserer Schule gesehen. Das war der Religionsunterricht einer Lehrerin, da musste ich die Lehrerin überprüfen, ob die ihre Bewährungsfeststellung, also ob die Lehrerin bleiben darf, die ist jetzt hier auf Probe. Und da muss ich mir die in meinem Unterricht angucken. Und die hat eine ganz schöne Stunde gezeigt und die Stunde hieß, sei ein Licht für andere. Und das fand ich besonders schön, weil ich gedacht habe, was können wir denn eigentlich tun, damit es allen Kindern gut geht und damit es aber auch den Kindern gut geht, denen es im Moment vielleicht nicht ganz so gut geht. Und das wäre nämlich das, wir könnten alle darauf achten und zum Beispiel uns vornehmen, dass wir jeden Tag mindestens zwei Komplimente für ein Kind mit in die Schule bringen und einem Kind ein Kompliment machen. Ich habe zum Beispiel heute Morgen, als ich vor der Schule stand, hatte ein Kind eine ganz schöne, bunte Mütze auf und dann habe ich das Kind angesprochen und habe ihm ein Kompliment gemacht. Das ist eine richtig schöne, bunte Mütze, die wir haben. Das Kind hat mich angestrahlt und sich richtig doll gefreut. Ich glaube, wenn wir das alle machen würden, würde es uns noch viel besser gehen. Und auch den Kindern, denen es manchmal nicht so gut geht, weil sie vielleicht einen schlechten Tag haben oder Angst vor einer Klassenarbeit haben. Ich glaube, Komplimente wären gut. Wie lernen die Kinder in der Schule im Unterricht über die Kinderrechte? Die Kinder lernen über die Kinderrechte einmal Sachunterricht. Das ist sozusagen in unserem Landescurriculum für das Fach Sachunterricht festgehalten, dass man darüber unterrichten muss. Auch im Fach Religion ist es mit festgehalten, dass man über die Rechte und die Pflichten von Menschen spricht und wie man mit anderen Menschen umgeht. Und im Allgemeinen ist es so, dass wir in allen Unterrichtsfächern, Fächer übergleichend auch über Kinderrechte sprechen. Ich habe jetzt gerade, morgen gucke ich mir, morgen hat Frau Seven ihre grosse Prüfung hier und ich gucke mir morgen zum Beispiel an bei ihr im Deutschunterricht ein Thema, was auch mit Kinderrechten zu tun hat. Das heisst, man kann, wenn man einen anderen Unterricht macht als Sachunterricht oder Religion, Kinderrechte da auch gut einfließen lassen. Und die besprechen morgen zum Beispiel im Deutschunterricht, wie es denn sein kann, dass so viel Umwelt hier zerstört wird und für Kinder und Erwachsene immer weniger Platz auf unserer Welt. Mehr Fragen haben wir nicht. Mehr Fragen haben wir nicht. Mehr Fragen haben wir nicht. Das war ein sehr schönes Interview. Vielen, vielen Dank, Charlotte. Vielen Dank, Anna. Und einmal danke, dass du mitgemacht hast. Ich bedanke mich. Macht's gut. Tschüss. Tschüss. Ihr lieben Zuhörerinnen und Zuhörer da draußen, das war es für heute. Wir hoffen, dass ihr viele gute Impulse und Gedanken bekommen habt. Und falls ihr Fragen oder Anmerkungen habt, dann schreibt uns doch einfach unter info at klar-verstehen.de, f-a-i-r stehen. Bis zum nächsten Mal. Bitte schaltet auch bei der nächsten Folge ein. Podcast, Podcast, Kinderrechte, Podcast, Podcast, Kinderrechte, Podcast, Podcast.
Folge 3
Beteiligung
Folge 4
Kinderschutz und Freizeit
Folge 5
Gewalt
Folge 6
Cybermobbing
Folge 7
Interview zu Thema Gewalt
Folge 8
Interview zum Thema Mobbing
Folge 9
Finale zum Kinderrechte-Podcast
Folge 10
Kinderrechte-Rap
